36. Rheinische TantraNacht "Das tantrische Ritual der Frühjahrstagundnachtgleiche (Ostara/Alban Eilir)"

27-03-2021

tl_files/rheinische-tantranacht/tantrisches-ritual-der-fruehjahrstagundnachtgleiche.png

36. Rheinische TantraNacht

Das tantrische Ritual der Frühjahrstagundnachtgleiche (Ostara/Alban Eilir)

27.03.2021 - Die Frühlingstagundnachtgleiche ist der Tag, an dem sich die Länge von Tag und Nacht gleichen. Von nun an sind die Tage wieder länger als die Nächte, das Licht hat über das Dunkel gesiegt. Die Kraft der Natur ist erwacht, Eis und Schnee sind geschmolzen, die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf, die Vögel kehren aus dem warmen Süden zurück, Pflanzen zeigen ihre jungen Triebe und die Winde sind nicht mehr so kalt.

Als Fest, das von den Germanen und Kelten begangen wurde, ist es auch unter dem althochdeutschen Namen Ostara bekannt, benannt nach der gleichnamigen germanischen Fruchtbarkeitsgöttin. Die Kirche vereinnahmte den heidnischen Begriff "Ostern", als sie ihr Passah-Fest auf den Frühlingsvollmond verlegte, um den gleichzeitig stattfindenden keltischen Fest "Alban Eilir" etwas entgegen zu setzen.

Ostara oder Alban Eilir ist vorwiegend ein Fruchtbarkeitsfest, dessen Symbole sich auch im christlichen Osterfest wieder finden. Der Hase ist aufgrund seiner sprichwörtlichen Vermehrung (... wie die Karnickel) ein altes Fruchtbarkeitssymbol, ebenso wie das Ei. Früher bemalte man die Eier mit Symbolen von Wünschen, die sich in diesem Jahr erfüllen sollten.

Ein anderer Grund, warum hartgekochte Eier zu Ostern eine große Rolle spielt ist, dass im Mittelalter Eier eine Zahlungseinheit für die Pacht an die Grundherren waren und Ostern war der Zahlungstermin. In der christlichen vorösterlichen Fastenzeit durften keine Eier gegessen werden. Deshalb kochte man sie hart und färbte sie, um sie beim Osterfest später von den frischen Eiern unterscheiden zu können.

Ein Brauch aus germanischer Zeit, der sich bis in die heutige Zeit erhalten hat, ist das Entzünden der Osterfeuer auf den Hügeln. Der weithin sichtbare Schein des Feuers sollte den Winter vertreiben und die Sonne begrüßen. Die Asche der Feuer wurde anschließend auf die Äcker verteilt, um ihnen Segen und Schutz zu geben.

Mit Ostara wird die Wiederkehr des Lebens gefeiert. Ein pralles Leben voller Sinnlichkeit und Sinneslust bricht an. Tier und Mensch entdecken ihre erwachende Sexualenergie für die Fortpflanzung. Das andere Geschlecht wird umworben, Nester gebaut, Nachwuchs gezeugt. Die ersten Knospen und Blüten zeigen sich und repräsentieren die aufsteigenden Kräfte. Das Christentum hat dem Osterfest mit dem Karfreitag Leid und Kreuzigung vorgeschaltet, um die nicht sehr prüden Feste der Germanen und Kelten einzudämmen.

Mit der Würdigung dieses Festes in seiner ursprünglichen Absicht legen wir rituell die alten Blockaden von Schuld und Scham ab, die uns von außen auferlegt wurden (Scham ist das einzige erlente Gefühl). Wir begrüßen das neue Licht und das Leben, das unseren Körper in seiner ganzen Schönheit begleitet und der in dieser Zeit der erwachenden Fülle auch gezeigt werden darf. 

Das Ostara-Fest ist zudem die ideale Zeit für neue Projektanfänge. Die Samen, die jetzt oder schon früher gelegt wurden, können reifen und mit Kraft die schützende Erde durchstoßen.

Wir werden ein Feuer entzünden und dort die alten Lasten symbolisch verbrennen, entschlacken und transformieren. Die innere Feuerkraft wird uns nähren und mit Kreativität und Schöpferkraft füllen.

Weitere Infos und Anmeldeformular

Zurück